Endlich! Endlich hat's mal jemand auch zu mir gesagt, das mit dem "Fahrspaß"! Spezifisch deutsche Wortfindung, die - wie alles - früher oder später den Ostgau erreicht. Meine Rostlaube steht beim Autoarzt und der Ersatz - vollelektronisch. Man kann sogar mit ihm reden, mit dem Fahrspaß. Mein Mitteilungsbedürfnis ist allerdings schon bei Zweibeinern als im Zihalschen Sinne "gering anzusehen". Wobei ich noch nicht mal behaupten will, dass eine Unterhaltung mit dem Rocco XSX-irgendwas da draußen nicht vielleicht sinnvoller, "spaßiger" sein könnte als mit den mir hier zugemuteten Nachbarn (Knopf ins Laptop-Taschentuch: Bericht ausständig über meine erste Begegnung mit bekennendem Chem-Trailer, dachte, so was gibt's nur in den Tiefen des Internets).
Jedenfalls - beim Fahrspaß hatte die "Gaudi a Louch": Kurzer energischer Exkurs über das Tao, Konfuzius und die ganze Bagage und warum diesfalls, also beim Transport von A nach B der Weg nicht das Ziel ist, sein kann. Weil im konfuzianischen Sinne der Weg erst dann zu einem inhärenten Telos wird, wenn dasselbe ob seines nicht zu errreichenden Ideals in einer Art metaphysisch-platonischer Utopie verbleibt. Weshalb es illusorisch sei ...
Der Blick der Angestellten erinnerte mich frappant an den meiner Kinder, kurz bevor sie einzulenken pflegen: Ich mach's ja Papa, aber bitte, bitte hör jetzt auf mit Reden.